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Die Ausstellung "Oskar Kokoschka und die Prager Kulturszene" wurde dank des grossen Interesses verlängert

5.12.2014 Die Ausstellung „Oskar Kokoschka und die Prager Kulturszene“ in Regensburg wurde bis 1. Februar 2015 verlängert und wandert dann teilweise weiter nach Prag, wo es ab dem 19.Februar eine Oskar Kokoschka Ausstellung in der Prager National galerie (Národní galerie) gibt. Für die Reise von Prag nach Regensburg mit der Tschechischen Bahn (ČD) erhält man 4 EURO Ermäßigung auf den Eintrittspreis nach Vorlage des Fahrscheins.

Als Oskar Kokoschka (Pöchlarn 1886 – 1980 Montreux) Ende September 1934 nach Prag fuhr, plante er lediglich einen Kurzbesuch. Schließlich blieb er vier Jahre in der Heimat seiner Vorfahren.Offizieller Anlass für die Reise war der Auftrag, den tschechoslowakischen Staatspräsidenten Tomáš Garrigue Masaryk zu porträtieren. Vor allem aber malte er die Stadt, die ihn faszinierte: Bis Ende 1938 entstanden nicht weniger als 37 Gemälde, darunter allein 16 Prag-Ansichten. Vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Expansions-bewegung und ihrer restriktiven Kulturpolitik stellte Prag in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre einen Ort des Rückzugs und des Austausches dar. Kokoschka unterhielt Kontakte sowohl zu tschechischen und deutsch-böhmischen Künstlern als auch zum deutschsprachigen Emigranten-Kreis. Nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch die Nationalsozialisten flüchtete Oskar Kokoschka mit seiner künftigen Frau Olda Palkovská nach London. Die Regensburger Ausstellung präsentiert Kokoschkas in Prag entstandenes Œuvre und bettet es in den Kontext seines dortigen künstlerischen Umfeldes ein. Neben dem Porträt von Masaryk aus dem Carnegie Museum of Art, Pittsburgh, konnte auch das Gemälde „Prag – Nostalgia“ aus der Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh, für die Schau gewonnen werden. Weitere prominente Leihgeber sind u. a. Národní galerie v Praze, Fondation Oskar Kokoschka in Vevey, Kunsthaus Zürich,Österreichisches Landesmuseum St. Pölten, Sammlung Würth, Staatliche Museen zu Berlin sowie zahlreiche Privatsammler.

Mehr Infos: Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg