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Literatin Inka Machulková gestorben

22.5.2014 - Die Dichterin und Übersetzerin (*1933) aus dem Milieu des Poetischen Café Viola verstarb am 27. 3. 2014 in München.

Inka Machulková, mit Mädchennamen Olga Popková, wurde am 8. November 1933 in Prag geboren. Den Künstlernamen Inka übernahm sie sehr früh und benutze in ihr Leben lang. Sie studierte an der Hochschule für Chemie und Technologie. Seit Ende der 50er Jahre übte sie unterschiedliche Tätigkeiten aus, arbeitete unter anderem auch als Entwicklerin, Hilfsarbeiterin oder technische Übersetzerin. Sie debütierte im Jahre 1963 in der Zeitschrift Průboj (Schlagkraft), in den darauffolgenden Jahren veröffentlichte sie ihre Verse vor allem in Zeitschriften.

Ende der 60er Jahre arbeitete sie im Prager Filmstudio Barrandov, u. a. als Statistin in František Vláčils Film Markéta Lazarová. In den nächsten Jahren, als sie keine feste Anstellung innehatte, gehörte sie zum Autorenkreis rund um die poetische Weinstube Viola, den Jiří Ostermann leitete. Eben der kreative Kreis um Viola, der durch seinen non-konformen Charakter die mildere Analogie zur amerikanischen Beatnikbewegung repräsentierte, beeinflusste den Weg der Autorin und ihre Poesie. Ihr Werk ist geprägt von der Verbindung zur nicht-ideologisierenden Dichtergeneration Mitte der 60er Jahre.

Nach dem Einmarsch der Sowjettruppen im Jahre1968 emigrierte sie nach München, wo sie u.a. in der Staatsbibliothek, als Tschechischlehrerin an einer Sprachenschule und als Dolmetscherin arbeitete. Gelegentlich veröffentlichte sie in der Exilzeitschrift Text, in tschechischen Zeitungen, die in München herausgeben wurden und auch in der westdeutschen Presse. Inka Machulková starb am 27. März 2014.

 

© Text: Portál české literatury (Czechlit.cz)