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Pressemitteilungen

Präsentation des Museums der deutschsprachigen Bewohner der böhmischen Länder in Ústí nad Labem / Aussig

15.12.2010 - Eine Veranstaltung des Tschechischen Zentrums München und des Collegium Carolinum.

15.12.2010 – 19.00 Uhr

Tschechisches Zentrum München, Prinzregentenstr. 7

Eine Veranstaltung des Tschechischen Zentrums München und des Collegium Carolinum.

Die nordböhmische Stadt Aussig (Ústí nad Labem) war vor dem 2. Weltkrieg ein Zentrum des deutsch-tschechischen Zusammenlebens. Heute hat sich die Stadt in Tschechien zu einem zentralen Ort für die Beschäftigung mit der Geschichte der deutschen Bewohner in den böhmischen Ländern entwickelt. Am 15.12. stellen Blanka Mouralová, Direktorin des Collegium Bohemicum (Ústí n.L.), Jan Šícha, tschechisches Außenministerium, und Petr Lozoviuk, Institut für sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV) im Tschechischen Zentrum München die Konzeption für das erste Museum der deutschsprachigen Bewohner der böhmischen Länder in Tschechien vor. Das Museum soll bereits Ende 2011 eröffnet werden.

„Das Museum entsteht in einer Zeit, in der die Völker Mitteleuropas die Notwendigkeit verspüren, sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinanderzusetzen,“ sagt Blanka Mouralová. Als Direktorin des 2006 in Aussig (Ústí nad Labem) gegründeten Collegium Bohemicum erarbeitete sie in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Aussig, dem ISGV, einem deutsch-tschechischen Vorbereitungsteam und einem wissenschaftlichen Beirat das Konzept der Ausstellung und sorgt für dessen Umsetzung. Dazu gehört auch der Umbau des Aussiger Stadtmuseums, der vom Ziel III-Programm der EU unterstützt wird.

Die Ausstellung konzentriert sich nicht allein auf das konfliktreiche Spannungsverhältnis zwischen Deutschen und Tschechen, sondern will vielmehr die Vielfältigkeit der historischen Zusammenhänge und ihr kulturelles sowie zivilisatorisches Potential aufzeigen. So werden geschichtliche Abläufe genauso dargestellt wie kulturelle und regionale Besonderheiten. „Wir sind überzeugt, dass eine modern, wissenschaftlich und sachlich aufbereitete Ausstellung das tschechische Bewusstsein um ihre eigene Geschichte bereichert und somit zur Selbstreflexion der tschechischen Gesellschaft beiträgt,“ so Mouralová.

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