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Pressemitteilungen

Mit Radiowellen gegen den Kommunismus

23.03.2011 - Von 28.04. - 30.04.2011 findet in München die internationale Konferenz "Stimmen der Freiheit - westliche Provokation? 60 Jahre Radio Free Europe in München und Prag" statt.

1. Mai 1951, das amerikanische Radio Free Europe beginnt mit regelmäßigen Sendungen hinter den Eisernen Vorhang. Zum 60-jährigen Jubiläum des Senders findet vom 28. bis 30.4. die internationale Konferenz „Stimmen der Freiheit – westliche Provokation?“ in München statt. Die Tagung steht unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und des Außenministers der Tschechischen Republik, Karel Schwarzenberg. Begleitend werden eine Podiumsdiskussion zur aktuellen Situation des Auslandsrundfunks (29.4.) und die Vorführung des rumänischen Dokumentarfilms „Cold Waves“ (30.4.) veranstaltet. Der Geschichte von Radio Free Europe ist die Ausstellung „Stimmen der Freiheit“ gewidmet, die im Bayerischen Landtag eröffnet (29.6.) und daraufhin in Europa und den USA gezeigt werden wird.

Die zentrale Frage lautet: Welche Macht haben Nachrichten? Der Kampf um die Übermittlung und Deutung von Informationen war im Kalten Krieg ähnlich bedeutsam wie heute. Radio Free Europe strahlte von München Nachrichten in die Länder Ostmittel- und Südosteuropas aus und unterstützte dortige Demokratisierungsprozesse. Die Staaten des Ostblocks begriffen dies als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten und als westliche Provokation.

Veranstalter: Das Tschechische Zentrum München ist eine Mittlerorganisation des tschechischen Außenministeriums. Mit Veranstaltungen aus dem Bereich Kultur und Wissenschaft präsentiert es seit zehn Jahren die Tschechische Republik im süddeutschen Raum. Das Collegium Carolinum, Forschungsstelle für die böhmischen Länder, verfügt über langjährige Expertise im Bereich der zeitgeschichtlichen Forschung zu Ostmitteleuropa sowie bei der Ausrichtung internationaler wissenschaftlicher Tagungen. Das Institut zur Erforschung totalitärer Regime, Prag, beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der tschechischen kommunistischen Vergangenheit und verwaltet das Archiv der tschechoslowakischen Staatssicherheit.

Die Tagung ist mit renommierten Wissenschaftlern aus Europa und den USA besetzt (Igor Lukes / Boston University; A. Ross Johnson / Woodrow Wilson Center Washington u.w.). In Round-Tables und der Podiumsdiskussion kommen Zeitzeugen, darunter Toomas Hendrik Ilves, Präsident der Republik Estland, und weitere ehemalige Radiomitarbeiter, zu Wort.

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