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Programm

31.01.2013 19:00

Ich träume von Prag. Deutsch-tschechische literarische Grenzgänge

19.00 Uhr - Die Anthologie „Ich träume von Prag“ (D: 2012, Verlag Karl Stutz) versammelt Originaltexte von Autoren mit tschechischem oder tschechoslowakischem Hintergrund, die im deutschsprachigen Raum leben und schreiben. Verbunden sind sie durch Prag als Chiffre des eigenen und zugleich auch des anderen Raums. In der Lesung stellen die Herausgeber Marek Nekula und Andrea Fischerová sowie zwei der vertretenen Autoren, Ota Filip und Katja Fusek, das Buch vor.

Alle im Band versammelten Autoren haben einen tschechischem oder tschechoslowakischem Hintergrund, leben und schreiben aber  in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihre Art zu erzählen ist jedoch sehr unterschiedlich. Dennoch sind sie alle durch Prag verbunden. Die Stadt verarbeiten sie literarisch, im fließenden Übergang zwischen dem fiktionalen Bezug auf den Traum, Erinnerungen und Erinnerungsträume.

Die Anthologie enthält Texte von: Peter Ambros, Zdenka Becker, Maxim Biller, Eu-gen Brikcius, Jan Faktor, Ota Filip, Katja Fusek, Jiří Gruša, Katarina Holländer, Tomáš Kafka, Jaromir Konecny, Jindřich Mann, Milena Oda, Eva Profousová, Milan Ráček, Helena Reich, Michael Stavarič, Stanislav Struhar und Tereza Vanek.

Katja Fusek und Ota Filip stellen im Rahmen der Lesung ihre in der Anthologie erschienenen Texte vor:

Katja Fusek, geb. 1968 in Prag, kam im Alter von 10 Jahren in die Schweiz, wo sie lebt und arbeitet. Sie schreibt auf Deutsch. Zuletzt ist ihr Prosawerk „Mare blu. Eine Liebesgeschichte mit Homer“ (2011) erschienen. Sie ist Mitglied im Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz.

Ota Filip wurde 1930 in Ostrava (Schlesisch Ostrau) geboren. Nach seinem Studium arbeitete er u.a. als Redakteur im Rundfunk und verschiedenen Zeitungen. In dieser Zeit entstand u. a. sein Roman „Café an der Straße zum Friedhof“, für den er 1967 den Großen Preis der Stadt Ostrava erhielt. 1974 wurde er mit seiner Familie wegen angeblich systemkritischer Haltung ausgebürgert und lebt seitdem in Bayern. Filip verfasste u.a. satirische Kurzgeschichten aus der Tschechoslowakei der kommunistischen Ära. Er erhielt u.a. 1986 den Adelbert-von-Chamisso-Preis für deutschsprachige Migrantenliteratur, 2012 verlieh ihm der Präsident der Tschechischen Republik die Medaille für besondere Verdienste im Bereich der schönen Künste.

Herausgeber:

Andrea Fischerová, derzeit Lektorin der Tschechischen Sprache an der Universität Regensburg arbeitet, studierte Germanistik und Anglistik in Brno. 2008 promovierte sie an der Universität Regensburg. Sie publiziert u.a. in literarischen Zeitschriften wie Host oder Tvar. 2011 veröffentlichte sie die Novelle „Der Bote“ und 2012 den Roman „Das Haus im Orion“.

Marek Nekula studierte Bohemistik und Germanistik in Brno. 1994 promovierte er an der Freien Universität Berlin. Seit 1998 lehrt er an der Universität Regensburg. 2003 ist sein Buch „Franz Kafkas Sprachen: „… in einem Stockwerk des innern babylonischen Turmes …“ erschienen. Ins Tschechische übersetzte er u.a. Thomas Bernhard, Maxim Biller, Franz Kafka, Erica Pedretti, Ludwig Wittgenstein. Auf Tschechisch veröffentlichte er den Prosaband „Pellicova-Str. 47“  (1994) und die Novelle „Vater“ (2008).

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum München und Adalbert Stifter Verein

Veranstaltungsort:

Prinzregentenstr. 7
805 38 München
Deutschland

Datum:

31.01.2013 19:00

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


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