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Programm

09.05.2018 19:00

Pavel Gan: Der gute Anarchist Jaroslav Hašek gegen die Bolševiken an der Wolga im Sommer 1918

Pavel Gan, Bohemist und Russist, beschäftigt sich seit Jahrzehnten wissenschaftlich wie auch literarisch mit Jaroslav Hašek, dessen Leben fast ebenso tragikomisch war wie das seines unsterblichen literarischen Heldens Švejk. In seinem Vortrag beleuchtet er Hašeks Schicksal in den Wirren der Russischen Revolution im Sommer 1918 zwischen Samara und Bugulma.

Bereits drei Arbeiten veröffentlichte Pavel Gan über den „gutgläubigen Anarchisten“ Jaroslav Hašek. Bei der ersten Arbeit handelt es sich um eine Kontextuntersuchung zu Hašeks Wirken an der Wolga 1918 anlässlich der Internationalen Konferenz in Bamberg zu Hašeks 100. Geburtstag. Diese Arbeit wurde 1989 in München veröffentlicht und bringt bis dato in der Tschechoslowakei unbekannte Fakten ans Tageslicht. 

Der Roman „Osudy humoristy Jaroslava Haška v říši carů a komisařů i doma v Čechách“, der 2003 im Atlantis-Verlag in Brno erschienen ist, geht intensiver auf Hašeks tragische Abenteuer in der Revolution in der Ukraine 1917 und in Russland zwischen der Wolga und dem Baikal 1920 ein. Auf dieser Fakten- und Textgrundlage nahm Pavel Gan noch das Drehbuch für eine TV-Serie in  Angriff, die er 2016 dem Tschechischen Fernsehen übergab.

In seinem Vortrag stellt er seine Forschungen zu Hašek vor, wobei vor allem das Scheitern Hašeks im Frühjahr 1918 während der Russischen Revolution im Zentrum steht, die sich von einer sozialen in eine proletarische, vom Kreml diktierte umwandelte.

Veranstaltungsort:

Prinzregentenstr. 7
805 38 München
Deutschland

Datum:

09.05.2018 19:00

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum


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