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Programm

29.06.2017 20:00

Europeana

Das Prager „Theater am Geländer“ führt Patrik Ouředníks „kurze Geschichte Europas im zwanzigsten Jahrhundert“ auf – ein absurdes, tragikomisches und hochaktuelles Theatererlebnis. Im Anschluss an die Theatervorstellung findet ein Publikumsgespräch mit dem Theaterdirektor Petr Štědroň sowie mit dem Regisseur des Stücks Jan Mikulášek statt.

Po skončení představení bude následovat debata s režisérem hry Janem Mikuláškem a ředitelem Divadla Na Zábradlí Petrem Štědroněm.

Regie: Jan Mikulášek

Das europäische 20. Jahrhundert in zwei Stunden: Mit der richtigen Vorlage ist das möglich – und die hat das Prager „Theater am Geländer“ bei dem berühmten tschechischen Autor Patrik Ouředník gefunden. 2001 hatte Ouředník mit „Europeana“ eine „kurze Geschichte Europas im zwanzigsten Jahrhundert“ – so der Untertitel – veröffentlicht, die eine breite Leserschaft begeisterte und in über zwanzig Sprachen übersetzt wurde. Mitnichten versucht Ouředník darin, einen gelehrten Überblick über die historischen Ereignisse des Jahrhunderts zu geben – für ihn wird das 20. Jahrhundert zu einer literarischen Figur, für deren umfassende Wesensbestimmung die historischen Schlüsselereignisse ebenso bedeutsam sind wie die banalen Dinge des Alltags: Wie in einem einzigen großen Atemzug werden der Holocaust, die Erfindung des Büstenhalters, der Dadaismus, die Atombombe oder das Radfahren gleichwertig nebeneinander gestellt. Dadurch eröffnen sich nicht nur ganz neue Perspektiven, sondern auch absurde und ungeahnte, geradezu tragikomische Zusammenhänge, zumal die Chronologie der Ereignisse völlig durchbrochen wird.

 

In seiner szenischen Umsetzung komprimiert Regisseur Jan Mikulášek Ouředníks Europabild auf ein Firmenmeeting, in dem acht (zunächst) entsprechend seriös anmutende Schauspielerinnen und Schauspieler die erzählte Geschichte er- und durchleben. Der monologartige Text von Patrik Ouředník wird dabei zwar gekürzt, aber unverändert gesprochen. Im Sitzungsraum mit angrenzendem Raucherzimmer spielen sich die großen Katastrophen der Menschheit szenisch ganz im Kleinen, manchmal nur im Detail ab. Aktentaschen, Kaffeetassen und Papierstapeln wird dabei eine ganz besondere Rolle zuteil. Als assoziationsreiche weitere Ebene setzt Mikulášek musikalische Einspielungen ein. So singen die Schauspieler Beethovens Europahymne, sie tanzen ekstatisch zu Wagnerklängen oder Volksmusik untermalt die Handlung.

 

Eintritt: 15€, ermäßigt 10€

Kartenreservierung: Di – So, 17.30 – 20.30 Uhr unter 089/82929079

Veranstalter: Pasinger Fabrik und Tschechisches Zentrum München

Die Aufführung ist Teil der Veranstaltungsreihe Deutsch-Tschechischer Kulturfrühling 2017, eine grenzüberschreitende Kulturinitiative der Deutschen Botschaft Prag, des Goethe-Instituts in Prag, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und der Tschechischen Zentren in Berlin und München in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium und dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Tschechischen Republik.

Veranstaltungsort:

Pasinger Fabrik (Kleine Bühne), August-Exter-Str. 1, 81245, München

Datum:

29.06.2017 20:00

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


Veranstaltungserinnerung
Eine Erinnerung ist nicht möglich, da die Veranstaltung bereits begonnen hat.