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Programm

04.07.2019 19:00

Dialog der Taubstummen: Die Gründung der Tschechoslowakei und die deutsche Minderheit

Jaroslav Kučera, Professor für Zeitgeschichte an der Karlsuniversität Prag, thematisiert in seinem Vortrag die Entstehung der Tschechoslowakei 1918 im Hinblick auf das deutsch-tschechische Verhältnis.

Eine der ersten Staatsgründungen nach dem Zerfall des Habsburgerreiches war die der Tschechoslowakei. Bereits am 28. Oktober 1918 wurde in Prag der Tschechoslowakische Staat ausgerufen. Tschechen und Slowaken bildeten mit rund 65% der Bevölkerung die Mehrheit im neuen Staat. Daneben lebten in der Ersten Tschechoslowakischen Republik aber auch rund drei Millionen Deutsche (mit einem Bevölkerungsanteil von ca. 23%).

Wie kam es zur Entstehung der Tschechoslowakei, welche Rolle spielten ihre Vertreter bei den Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg? Welche Auswirkungen hatte die Staatsgründung auf das deutsch-tschechische Verhältnis und besonders auf das Verhältnis deutschsprachiger und tschechischsprachiger Bürger im neuen Staat? Inwieweit war die deutsche Minderheit am Aufbau des neues Staates beteiligt und welche Minderheitenrechte galten?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der Vortrag.

Prof. Dr. Jaroslav Kučera (geb. 1955 in Prag) ist Professor für Zeitgeschichte an der Karlsuniversität in Prag. 2000–2001 war er Mercator-Gastprofessor der DFG an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Tschechoslowakei in der Zwischenkriegszeit und die deutsch-tschechischen Beziehungen.

Eintritt frei.

Veranstalter: Haus des deutschen Ostens, Tschechisches Zentrum München

 

Veranstaltungsort:

Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, München

Datum:

04.07.2019 19:00

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


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