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Programm

19.03.2009 00:00 - 00:00

Gottland – Polnische Reportagen über Tschechien

Szczygiel erzählt von Menschen des 20. Jahrhunderts, die im kollektiven Bewusstsein bis heute eine Rolle spielen: von der Schauspielerin Lída Baarová, der Geliebten von Goebbels, dem Bildhauer Otokar Švec, der das Stalin-Denkmal in Prag schuf und an diesem monströsen Werk zugrunde ging, bis hin zu der Sängerin Marta Kubišová, die nach jahrzehntelangem Verbot erst nach 1989 wieder auftreten durfte.

Da

Das Generalkonsulat der Republik Polen in München und das Tschechisches Zentrum Műnchen

haben die Ehre, Sie und Ihre Freunde

 

zur Autorenlesung aus dem  Buch von Mariusz Szczygieł

„Gottland. Polnische Reportagen über Tschechien“

in drei Sprachen: deutsch, polnisch, tschechisch

in Anwesenheit des Autors

 

am Donnerstag 19.03.09 um 19.00 Uhr

im Tschechischen Zentrum München, Prinzregentenstr. 7

herzlich einzuladen.

 

Moderation: Agnieszka Kowaluk (Universität München)

 

In Zusammenarbeit mit dem Tschechisches Zentrum München und den Verlagshäusern:

Suhrkamp, Czarne und Dokořán

 

Eintritt frei

 

Mariusz Szczygieł zeigt in seinen Reportagen ein Panorama tschechischer Biografien des zwanzigsten Jahrhunderts, die bis heute Emotionen wecken.

 

 

Im Juli 2006 wurde in der Nähe von Prag ein Museum für Karel Gott eröffnet. "Gottland" prangt in Neonlettern über dem Eingang. Das Personal führt die Besucher in drei Sprachen durch die Räume. "Eine Welt ohne Gott ist nicht möglich, deshalb spielt der Sänger  im atheistischsten aller Länder die entsprechende Rolle", bemerkt Mariusz Szczygieł, der diesem Land eine Reportagensammlung gewidmet hat.

 

Szczygieł erzählt von Menschen des 20. Jahrhunderts, die im kollektiven Bewusstsein bis heute eine Rolle spielen: von der Schauspielerin Lída Baarová, der Geliebten von Goebbels, dem Bildhauer Otokar Švec, der das Stalin-Denkmal in Prag schuf und an diesem monströsen Werk zugrunde ging, bis hin zu der Sängerin Marta Kubišová, die nach jahrzehntelangem Verbot erst nach 1989 wieder auftreten durfte.

Mit trockenem Humor, prägnant und ohne ein überflüssiges Wort schildert er die oft tragischen, absurden Lebensläufe: ein fortlaufender Bericht aus einem kafkaesken Land, in dem die Angst die Hauptrolle spielte, eine Angst, wie sie in Polen nicht denkbar gewesen wäre. Vermutlich ist es die Erfahrung dieses kleinen, aber bedeutsamen Unterschieds, die »Gottland« - oder »Kafkania«  - seine Eindringlichkeit und Allgemeingültigkeit verleiht.

Mariusz Szczygieł  (*1966) stieß 1989 zur Tageszeitung Gazeta Wyborcza, wo er heute die Reportageabteilung leitet. Als Autor beschäftigt er sich besonders mit Tschechien und der Slowakei.Im deutschen Sprachraum bekannt wurde Mariusz Szczygieł mit einem Beitrag in der Anthologie „Von Minsk nach Manhattan.

 

Veranstaltungsort:

Prinzregentenstr. 7
805 38 München
Deutschland

Datum:

19.03.2009 00:00 - 00:00

Veranstalter:

České centrum


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