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Programm

23.11.2012 18:30

Jan Palach

18.30 Uhr - Ein Filmessay aus den Tagen der Beerdigung Jan Palachs, der sich zum Protest gegen die sowjetische Okkupation am 19. Januar 1969 verbrannte. Der Film, der lange Zeit als verloren galt, ist ein eindrucksvolles Zeugnis der damaligen Zeit. Er zeigt die tausende Menschen, die damals nach Prag gefahren sind, und die hunderten von Kränzen, die den Platz vor dem Karolinum der Universität füllten…

Im Rahmen der Retrospektive „Prager Frühling. Tschechoslowakische Neue Welle der 60er Jahre“

Stanislav Milota über die Entstehung des Films: „Der Film entstand im Jahr 1969, bereits nach der Okkupation. In den Studios von Barrandov war die Situation schon anders, ich hatte keine Kamera mehr wie im Oktober 1968, und so half der Leiter des Studios, Vlastimil Harnach, aus, der mir eine Kamera und auch Material gab, so habe ich einige Tage gedreht. Es wurde auf die Schnelle verarbeitet. Damals waren schon die Stasimitarbeiter in den Studios zugegen und überprüften, was entwickelt und kopiert wurde. Zum Schluss ist es Herrn Kalista und seinen Bekannten gelungen, zwei Kopien zu machen. Ich drehte damals einen Film in Israel, und so nahm ich eine Kopie dorthin mit. Die zweite Kopie verschwand und tauchte erst letztes Jahr wieder auf. Sie riefen aus dem Archiv an, dass sie dort irgendein nicht identifiziertes Material entdeckt haben, und ich erkannte, dass es sich um genau das handelte, was wir die letzten zwölf Jahre in den verschiedenen Archiven der Stasi gesucht haben.“

CSSR 1969 - R: Stanislav Milota, Jaromír Kallista – 20 min, ohne Worte

Veranstalter:
Tschechisches Zentrum München, Filmmuseum München
in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Filmarchiv Prag

Ausschnitt des Films:

 

Veranstaltungsort:

Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München

Datum:

23.11.2012 18:30

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


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