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Programm

06.05.2015 19:00

Auf die Nacht folgt der Tag

Sie kamen aus Polen, Russland, der Ukraine, Tschechien und Frankreich – Zwangsarbeiter, die im II. Weltkrieg für die Erhaltung des Lebens in Deutschland und für den Nachschub an der deutschen Front sorgten. Barbara Müller, Inna Klimenko und Libuše Auderlická erzählen von den Erlebnissen, die ihr Leben für immer verändert haben.

Dokumentarfilm: 2011, 89 Min.

CZ / D / UA / POL: 2011, R: Tomáš Kudrna, Jiří Menzel, OmeU

Eine Dokumentation des Regisseurs Tomáš Kudrna über drei Frauen, die trotz aller Unterschiede eine Gemeinsamkeit haben, die sie lebenslang beeinflussen sollte: Sie alle leisteten  Zwangsarbeit im Dritten Reich. Die Polin Barbara Müller, die Tschechin Libuše Audrlická und die Ukrainerin Inna Klimenko – drei von insgesamt 13 Millionen Menschen, die gezwungen wurden unter unmenschlichen Bedingungen und ständiger Angst bis zur Erschöpfung zu arbeiten. Die monotone Arbeit in Fabriken zur Herstellung von Munition oder in der Landwirtschaft bestand aus 12-Stunden-Schichten. Sie mussten ein Regime unterstützen, das sie eigentlich hassten. Der Film dokumentiert die Erinnerungen der drei Frauen, versucht aber zugleich  herauszufinden, wie diese Erfahrungen ihr späteres Leben beeinflusst haben. Einzigartige Archivmaterialien, Familienfotos und bewegenden Melodien zeichnen ein lebendiges Bild der aufwühlenden Schicksale von drei Frauen, deren Leben durch den Krieg und die Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland erheblich verändert wurde. Trotz der vielen Zäsuren und Schicksalsschläge in ihrem Leben strahlen alle drei Frauen einen erstaunlichen Optimismus und Lebenskraft aus.

Die Idee, einen Dokumentarfilm über die Zwangsarbeiter zu drehen, entstand im Jahre 2007. Tomáš Kudrna arbeitete damals mit der Leipziger Produktionsfirma Le Sicht zusammen, die von dem Fernsehen ARD ein Angebot bekam, einen Film über Zwangsarbeiter zu drehen. Es ist überhaupt der erste Film, der sich ausführlich dem Schicksal von ehemaligen Zwangsarbeitern widmet. Er ist außerdem in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Regisseur Jiří Menzel und der Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft entstanden.

Eintritt: 6 Euro

Die Eintrittskarten sind direkt im Arena Filmtheater erhältlich. Die Vorbestellung im Online-Buchungssystem sowie telefonisch ist möglich.

Veranstalter: Tschechisches Zentrum München, Arena Filmtheater

Veranstaltungsort:

Arena Filmtheater, Hans-Sachs-Str. 7, München

Datum:

06.05.2015 19:00

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


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