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Programm

01.10.2019 - 31.12.2019

Reformation im östlichen Europa: Die Böhmischen Länder

Alle wissen von Luthers Rolle bei der Reformation, aber auch in den Böhmischen Ländern wurde Welt- und Kirchengeschichte geschrieben. Die Wanderausstellung des Deutschen Kulturforums östliches Europa beleuchtet den Verlauf der Reformation im Nachbarland und stellt wichtige religionsgeschichtliche Aspekte vor.

Die Reformation in der Folge des sogenannten Thesenanschlags Martin Luthers an der Wittenberger Schlosskirche 1517 stellt einen der wichtigsten Einschnitte der europäischen Geschichte dar. Doch bereits hundert Jahre vor Luther kritisierte Jan Hus die katholische Kirche, wofür er 1415 auf dem Konstanzer Konzil verbrannt wurde. Auf ihn beriefen sich die Utraquisten und die Böhmischen Brüder, die sich dann auch mit Luther austauschten. Dessen Lehren verbreiteten sich vor allem in Nord- und Westböhmen sowie in Teilen Mährens. Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 setzte die Gegenreformation ein. Erst mit den Toleranzpatenten von 1781 konnte der Geheimprotestantismus enden.

Die deutsch-tschechische Ausstellung besteht aus zehn reich bebilderten Bannern zu folgenden Themen: Jan Hus, Hussiten, Evangelische Strömungen im 16. Jahrhundert, Hus und Luther, Die Böhmischen Brüder, Lutherische Zentren, Religiöse Vielfalt in Mähren, Gegenreformation, Vom Toleranzpatent 1781 bis zur Republikgründung 1918 sowie 20. Jahrhundert und heute.

Veranstalter: Bayerische Staatsbibliothek

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München

Veranstaltungsort:

Vorraum des Ostlesesaals, Bayerische Staatsbibliothek, Ludwigstr. 16, München

Datum:

Von: 01.10.2019
Bis: 31.12.2019

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


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