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Programm

11.03.2015 19:00 - 03.04.2015

Schnitt / Incision - Zeitgenössischer Schmuck 2015

Anlässlich der Reihe Schmuck (11.-17.3.) der Internationalen Handwerkermesse 2015, deren Kuratorin dieses Jahr die tschechische Schmuckkünstlerin Eva Eisler ist, präsentiert die Ausstellung einen „Querschnitt“ verschiedener Generationen tschechischer Schmuckkünstler (S. Grebeníčková, K. Matěchová, P. Opočenský, J. Střílková, J. Šibor, K. Votipka) und Materialien (Glas, Eisen, Holz, Knochen). Kuratiert von Jiří Šibor und Julie Bergmann.

Im Rahmen der Internationalen Handwerkermesse (11.-17.3.2015), Reihe „Schmuck 2015“

Der Name – und gleichzeitig auch das Thema – der Ausstellung bezieht sich auf den „Schnitt“ – als ein „Querschnitt“ durch Generationen zeitgenössischer Schmuckkünstler, aber auch als die am häufigsten verwendete Technik der Autoren im Umgang mit Materialien. Zugleich weist der Name auf die Reduktion von Dekorationselementen in den Werken hin und somit auch auf den Schnitt in seiner Entwicklungs- und inhaltlichen Bedeutung.

 


Kuration: Jiří Šibor & Julie Bergmann.

Vernissage am 11. 3. 2015 um 19 Uhr in Anwesenheit der Künstler.

Dauer der Ausstellung: 12.3.-3.4. 2015

Verlängerte Öffnungszeiten: Do-So 12.-15.3. 10-18 Uhr


 

Stanislava Grebeníčková *1954

ist eine erfahrene Glasbläserin und Pädagogin. Sie studierte unter der Leitung vom Prof. Stanislava Libenský im Atelier der VŠUP (Akademie für Kunst, Architektur und Design) in Prag und an der Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam bei Prof. Sybren Valkem. Sie hat sich auf große Glasplastiken spezialisiert, ihre Werke sind in öffentlichen sowie in privaten Sammlungen in der ganzen Welt und in Tschechien vielfach vertreten. Bei der Schmuckherstellung geht sie von Schnitten einzelner Teile aus, die sie zusammenstellt und zu verschiedenen geometrischen Formationen verbindet, die oft einen räumlichen Eindruck erzeugen und unsere visuelle Vorstellung der gesehenen Glasbroschen irreführen.

Kateřina Matěchová *1983

ist die jüngste Ausstellende und eine Absolventin des Ateliers K.O.V. (Konzept – Objekt – Bedeutung) an der VŠUP (Akademie für Kunst, Architektur und Design) in Prag unter der Leitung der Professoren Vratislav Karel Novák und Eva Eisler. Charakteristisch für ihre Arbeit ist die maximale Ausnutzung der Möglichkeiten des Materials, die Akzentuierung des Schlüsselelements ihrer künstlerischen Absicht sowie grenzenlose Geduld in Kombination mit einer fast schon pedantischen Herangehensweise an ihr Schaffen. Sie wurde für den Preis Czech Grand Design in der Kategorie „Entdeckung des Jahres“ im Jahr 2008 und mit ihrer Diplomarbeit Samotvary in der Kategorie „Schmuckdesigner des Jahres“ 2012 nominiert. Diese Kollektion erhielt den Preis „Annual Marzee Selection of Graduate Work Jewellery 2012 from International Academies and Colleges“ der Marzee Galeire in den Niederlanden.

Pavel Opočenský *1954

ist einer der Matadoren im Bereich des zeitgenössischen tschechischen Schmucks und Organisator vieler Ausstellungen in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Nach dem Bijouterie-Studium in Jablonec nad Nisou und Metallbearbeitung in Turnov emigrierte er im Jahr 1981 nach New York, wo er sich als freier Hersteller vom Schmuck aus ungewöhnlichen Materialen durchsetzte. Gleichzeitig begann seine Bildhauerkarriere, in der er v. a. mit großen Steinen arbeitete. Er zählt immer noch zu den aktivsten tschechischen Schmuckkünstlern und ist in öffentlichen und privaten Sammlungen, ebenso wie in Ausstellungen stark vertreten. Seine Werke zeichnen sich durch eine unkonventionelle und  originelle Ausführung aus. Den Schnitt und das Abtragen von Material wählt er je nach verwendetem Material aus, egal ob es sich dabei um Jadeit, Bakelit, Plastik, Titan oder z. B. ein Snowboard handelt.

Jana Střílková *1976

hat in Turnov das Fach „Goldschmied“ belegt und studierte später am Lehrstuhl für Kunstpädagogik der Pädagogischen Fakultät in Olomouc (Olmütz). Im Jahr 2000 erhielt sie den ersten Preis für silbernen Atelierschmuck von der Goldschmiedezunft in Brno (Brünn). Sie nimmt an Gruppenausstellungen teil. Bei ihrer Arbeit nutzt sie die Technik des Materialabtragens. Im Mittelpunkt ihres Interesses stehen Naturmaterialen, zu ihren herausragenden Werken gehören Schmuckstücke aus Rindsknochen, dessen Innenstruktur mit Metall – meistens Gold – kombiniert wird, um das Gleichgewicht zwischen dem gewöhnlichen Material und dem Wertmetall zu bewahren.    

Jiří Šibor *1966

lernte Metallbearbeitung. Außer der eigenen Schmuckherstellung widmet er sich zeitweise auch der Metallplastik, beteiligt sich an der Organisation von Schmuck-Ausstellungen, schreibt gelegentlich einen Blog über den zeitgenössischen Schmuck oder bereitet Ausstellungskataloge vor. Seine Werke sind oft in ausländischen Ausstellungen zu sehen, sie sind aber auch häufig in öffentlichen sowie privaten Sammlungen weltweit und in Tschechien vertreten. In seiner letzten Kollektion schnitt er Oberflächensegmente mit Öffnungen aus nichtrostendem Stahl, die er mithilfe von Nieten zu einem Ganzen verband und mit Glas- oder lichtdurchlässigen Plastikelementen kombinierte. In seinen Konstruktionen strebt er nach dem Zusammenspiel der optischen Eigenschaften von Glas mit dem Kontrast des Schattens im Innenraum der Broschen.

Karel Votipka *1964

erlernte das Werkzeugbauen und Goldschmiedehandwerk an der Fachschule in Turnov. Er ist ein begeisterter Kenner von Steinen, Steine nutzt er oft auch in seinen Werken, sie sind seine Lebensleidenschaft. Schliff und Schnitt der Steine ordnet er dem eigenen Einfallsreichtum unter statt auf Standardverfahren zurückzugreifen, und die Ergebnisse sind oftmals auch für die Experten überraschend. Seine letzte Broschen-Kollektion ist aus Nephrit und Chert (Gestein) hergestellt, aus dem er Bögen, Stäbchen oder millimeterdünne Plättchen herausschleift.

 

Veranstalter: Tschechisches Zentrum München

Veranstaltungsort:

Prinzregentenstr. 7
805 38 München
Deutschland

Datum:

Von: 11.03.2015 19:00
Bis: 03.04.2015

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum


Veranstaltungserinnerung
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