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Programm

23.11.2004 00:00 - 00:00

VORTRAG ÜBER DEN REGISSEUR HANUS BURGER UND FILMVORFÜHRUNG VON "CRISIS" UND "DIE TODESMÜHLEN"

Das tschechische Zentrum erlaut sich, Ihnen die beiden filmischen Hauptwerke " CRISIS" und "DIE TODESMÜHLEN" des Regisseurs HANUS BURGER (1909-1991) zu präsentieren. Beide Filme gelten als Schlüsselwerke zur Zeitgeschichte, das eine direkt vor, das andere direkt nach dem 2. Weltkrieg. Vor der Vorführung der beiden Werke wird Jost-H. Hecker einen etwa zehnminütigen Einführungsvortrag zum Leben und Wirken seines Schwiegervaters Hanus Burger halten. Auch Hanus Burgers Tochter Jana Burgerová wird anwesend sein.



Hanus Burger war nach seinem Studium der Theatherwissenschaft in München als Regisseur in Hamburg, Prag und am Wiener Theater in der Josefstadt tätig. 1938 kehrte er nach Prag zurück, wo er gemeinsam mit Herbert Kline und Alexander Hammid "CRISIS" über den Fall der Tschechoslowakei drehte. 1939 emigrierte er nach New York, wo er als Dokumentar- und Spielfilmregisseur tätig war. 1944 nahm er an der Invasion in Frankreich, Propagandaarbeit, gemeinsam mit Manfred Inger und Hans Habe, teil. 1945 entstand unter Oberaufsicht Billy Wilders die Dokumentation " Die Todesmühlen". Nach dem Krieg leitete er die Filmabteilungen von CBS und der UNO. 1950 im Zuge der McCarthy- Verhöre kehrte er nach Prag zurück. 1968 emigrierte er nach München, wo er 1991 starb.  

In „CRISIS“, der 1938 unmittelbar vor, während und nach dem Münchner Abkommen an tschechischen Originalschauplätzen gedreht und unter lebensbedrohlichen Umständen aus der Tschechischen Republik nach USA geschmuggelt wurde, wird die Entwicklung der politischen und menschlichen Katastrophe der Annektion der Tschechischen Republik akribisch und voller Leidenschaft beschrieben. Mit diesem Film sollte die amerikanische Bevölkerung frühzeitig überzeugt werden, dass Hitler und die Nazis mit allen Mitteln bekämpft werden müssen.


Der Film „DIE TODESMÜHLEN“ ist die schonungslose Beschreibung der Befreiung der Konzentrationslager unmittelbar zum Kriegsende. Das in seiner Authentizität höchst verstörende Bildmaterial wurde von amerikanischen Soldaten mit Handkameras erstellt und von Hanus Burger als Dokumentarfilm bearbeitet, um den Deutschen zu zeigen, was wirklich geschehen war. Die Frage der Individual- oder Kollektivschuld der Deutschen wurde mit diesem Film und seiner Entstehungsgeschichte bereits sehr früh und markant thematisiert.

Veranstaltungsort:

Prinzregentenstr. 7
805 38 München
Deutschland

Datum:

23.11.2004 00:00 - 00:00

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum München


Veranstaltungserinnerung
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