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Programm

02.02.2017 19:00 - 06.03.2017

Verlorenes Gedächtnis?

Die Ausstellung wirft am Beispiel von 18 Orten in Tschechien einen Blick auf die NS-Zwangsarbeit. Aktuellen Bildern der Orte werden Zeitzeugenaussagen und historische Fotografien gegenübergestellt, die im Zusammenhang mit der Zwangsarbeit und der Nachkriegsgeschichte der Orte stehen.

Orte der NS-Zwangsarbeit in Tschechien
Vernissage: 2.2. | 19:00 Uhr

Adam Alfons (Institut zur Erforschung totalitärer Regime, Prag) stellt im Rahmen der Vernissage die Ausstellung vor und spricht mit dem Zeitzeugen Ernst Kukula (geb. 1934 in Müglitz / Mohelnice) über die Thematik der NS-Zwangsarbeit.

Die Ausstellung thematisiert die nicht allzu bekannte Geschichte der NS-Zwangsarbeit in den böhmischen Ländern. In 18 Kapiteln erzählt sie von Ereignissen, die sich in den Jahren 1938–1945 abspielten, aber die Landschaften in Böhmen, Mähren und Schlesien weiter beeinflussen. Ihre Spuren finden sich bei genauerem Hinsehen bis heute.
 
NS-Zwangsarbeit betraf nicht nur Menschen, die im „Altreich“ eingesetzt wurden. Sie ereignete sich auch an einer Vielzahl von Orten in der heutigen Tschechischen Republik.  
Die deutsch-tschechische Ausstellung wirft am Beispiel von 18 exemplarisch ausgewählten Orten in der Tschechischen Republik einen Blick auf die NS-Zwangsarbeit. Aktuellen Bildern der Orte werden Zeitzeugenaussagen und historische Fotografien gegenübergestellt, die im Zusammenhang mit der NS-Zwangsarbeit und der Nachkriegsgeschichte der Orte stehen. Bei der Materialauswahl wurde neben tschechischen Opfern, speziell auch Ausländern ein gebührender Platz eingeräumt, um die europäische Dimension der NS-Zwangsarbeit zu verdeutlichen.
 
Im Rahmen der Ausstellung wird den Orten ein Teil ihrer Geschichte zurückgegeben, der in Verbindung mit der NS-Zwangsarbeit steht. Sie stellt die Frage, woran es liegt, dass wir über den sog. Totaleinsatz im Deutschen Reich relativ viel wissen, während der Zwangsarbeitereinsatz auf dem Gebiet der Tschechischen Republik weitgehend unbekannt ist?

Die Ausstellung "Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in der Tschechischen Republik" wurde vom Institut Terezínské iniciativy o.p.s. in Zusammenarbeit mit den Partnern Antikomplex, Živá paměť und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg erstellt.
Die Ausstellung wird im Tschechischen Zentrum München in Zusammenarbeit mit dem Institut zur Erforschung totalitärer Regime Prag gezeigt.

Veranstaltungsort:

Prinzregentenstr. 7
805 38 München
Deutschland

Datum:

Von: 02.02.2017 19:00
Bis: 06.03.2017

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


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